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Wahr oder falsch: die 5 häufigsten Thesen zur Mitarbeitermotivation unter die Lupe genommen

Veröffentlicht von: mbr on 04/09/2018 in Human Capital Management, Trends

Motivierte Mitarbeiter sind produktiver und loyaler dem Unternehmen gegenüber. Dennoch schaffen es viele Arbeitgeber nicht, Ihre Angestellten nachhaltig und emotional an das Unternehmen zu binden. Der Grund: viele Motivationsmaßnahmen beruhen auf falschen Annahmen. Wir haben deswegen 5 bekannte Thesen für Sie unter die Lupe genommen und verraten nun, welche Mythen stimmen und welche Sie schleunigst im eigenen Unternehmen hinterfragen sollten.

Schlechte Nachrichten minimieren die Motivation!

Wahr und falsch: Viele Betriebe scheuen sich davor, negative Nachrichten oder Informationen offen an die Mitarbeiter zu kommunizieren. Zugegeben, schlechte Nachrichten können die Stimmung und die Motivation zunächst dämpfen, aber Geheimniskrämerei und Verschleierung schaden langfristig gesehen viel mehr. Denn Ihre Mitarbeiter finden früher oder später heraus, welche Meldungen das Management Team nicht weitergegeben hat. Behandeln Sie Ihre Mitarbeiter auf Augenhöhe und informieren Sie zeitnah über Vorkommnisse und getroffene Entscheidungen. Im Idealfall können Sie sogar die Möglichkeit bieten, dass Arbeitnehmer zu einer Verbesserung der Situation mit Ideen und Vorschlägen beitragen können.

Geld allein ist nicht alles!

Wahr und falsch: Geld allein ist vielleicht nicht alles, aber dennoch als Motivationsfaktor von enormer Bedeutung. Die zum dritten Jahr in Folge durchgeführte Studie `The Workforce View in Europe 2018´ im Auftrag von ADP zeigt nämlich, dass für knapp die Hälfte der deutschen Arbeitnehmer Geld der wichtigste Motivationsfaktor ist. Auch wenn Wertschätzung, regelmäßiges Feedback oder Unterstützung bei der Karriereplanung ausgesprochen wichtig sind, sollte eine angemessene Vergütung ebenfalls immer berücksichtigt werden. Dazu zählt nicht nur ein entsprechendes Gehalt, sondern gegebenenfalls auch zusätzliche monetäre Benefits wie Weihnachts- und Urlaubsgeld oder Prämienzahlungen für Firmenjubiläen.

Sie allein sind für die Motivation Ihrer Mitarbeiter verantwortlich!

Falsch:  Selbstverständlich müssen Sie ein attraktives Arbeitsumfeld schaffen, in dem sich Mitarbeiter angespornt und wertgeschätzt fühlen. Doch auch wenn Sie die “perfekten” Rahmenbedingungen schaffen, ist dies noch keine Garantie, dass alle Beschäftigten motiviert sind. Denn die Verantwortung für Motivation und Engagement liegt auch bei den Mitarbeitern selbst und muss von beiden Seiten gewollt sein. Gehen Sie als bestes Beispiel voran und setzen Sie ihre eigenen Ansprüche tagtäglich und authentisch um.

Sie sollten sich für das seelische Wohlbefinden Ihrer Mitarbeiter interessieren!

Wahr: Für viele Arbeitnehmer bestimmen Termindruck, zu hohe Verantwortung und ein kaum überschaubares Arbeitsaufkommen den Alltag. Ebenfalls laut der Studie, fühlt sich jeder dritte Arbeitgeber täglich oder sehr häufig am Arbeitsplatz gestresst. Erschreckend ist, dass ebenfalls jeder dritte Arbeitnehmer in Deutschland an dem Interesse des Arbeitgebers am eigenen seelischen Wohlbefinden zweifelt. Jeder vierte Arbeitnehmer erwägt deswegen sogar einen Jobwechsel.

Schützen Sie Ihre Mitarbeiter! Ein gewisses Maß an Stress am Arbeitsplatz ist natürlich und sogar gesund. Mitarbeiter, die dauerhaft hohen Belastungen ausgesetzt sind, laufen jedoch Gefahr an Burnout, Depressionen oder anderen psychischen Problemen zu erkranken. Unterstützen Sie Ihre Mitarbeiter, Stress effektiv zu managen und schreiten Sie rechtzeitig ein, wenn ein Problem ernst zu werden droht. Voraussetzung ist die regelmäßige Kommunikation, in der Sie Situationen hinterfragen, um pro-aktiv agieren zu können.

Gleiche Motivation für alle!

Falsch: Auch wenn die Vermutung nahe liegt, dass Motivationsmaßnahmen so einheitlich wie möglich sein sollten, um Neid und Unmut zu vermeiden, ist dies der falsche Ansatz. Mitarbeiter nachhaltig zu motivieren, ist eine sehr individuelle Aufgabenstellung. Nehmen Sie sich Zeit zu hinterfragen, was jeden einzelnen Mitarbeiter anspornt oder wo Frustration droht und stimmen Sie die Maßnahmen gezielt darauf ab.

Fazit: Es wird Zeit Ihre derzeitigen Motivationsmaßnahmen im Unternehmen unter die Lupe zu nehmen und zu hinterfragen. Gehen Sie aktiv auf Ihre Mitarbeiter zu, um herauszufinden, welche individuellen Maßnahmen am sinnvollsten sind und um Warnzeichen für schadhaften erhöhten Stress und Frustrationsquellen rechtzeitig und proaktiv anzugehen. Und denken Sie daran: auch wenn Sie die idealen Bedingungen geschaffen haben, muss die Motivation auch vom Mitarbeiter selbst ausgehen.

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TAGS: Employee engagement employee satisfaction HCM

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