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Vollelektronische Steuererklärung bis spätestens 2022

Veröffentlicht von: on 17/12/2015 in Human Capital Management, Innovation & Technologie

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Nicht auf dem oftmals zitierten Bierdeckel, sondern völlig papierlos soll die Steuererklärung bald möglich sein. Das Bundeskabinett hat einen Gesetzentwurf beschlossen, mit dem das Besteuerungsverfahren grundlegend modernisiert würde.

Stimmen Bundestag und Bundesrat zu, könnte das Gesetz 2017 in Kraft treten. Die technische und organisatorische Umsetzung soll schrittweise bis 2022 erfolgen.

Ein Hauptziel des Gesetzentwurfs ist ein schnellerer und einfacherer Steuervollzug. Unter anderem sollen der Bundesregierung zufolge mehr Menschen dafür gewonnen werden, ihre Steuererklärung auf elektronischem Wege abzugeben. Geplante Maßnahmen sind etwa der Ausbau der 2014 eingeführten vorausgefüllten Steuererklärung und die Möglichkeit, Steuerbescheide auf Wunsch über das Elster Online-Portal herunterzuladen.

Damit die vollelektronische Steuererklärung Realität werden kann, sollen ihr künftig zudem keine Belege mehr beigefügt werden müssen. Es reicht, sie aufzubewahren und nur dann an das Finanzamt zu schicken, wenn es sie bei Bedarf anfordert. Auch die Übermittlung solcher Belege soll elektronisch möglich sein.

Darüber hinaus soll das Gesetz für mehr Rechtssicherheit bei den Abgabefristen sorgen. Steuerberatern würde laut Entwurf grundsätzlich eine um zwei Monate verlängerte Frist eingeräumt. Wer die Frist versäumt, muss dann allerdings mit einem Verspätungszuschlag rechnen.

Die Finanzverwaltungen sollen zudem künftig noch effizienter tätig sein können. Geplant ist, die „einfachen Fälle des Massenverfahrens“ verstärkt vollständig automatisch zu bearbeiten. Die Kapazitäten der Fachkräfte könnten so auf die „besonders prüfungswürdigen Fälle konzentriert“ werden, schreibt die Bundesregierung. Außerdem kündigte sie an, die Rahmenbedingungen der elektronischen Datenübermittlungspflichten Dritter, also beispielsweise auch von Arbeitgebern, in der Abgabenordnung zu vereinheitlichen.

Der Gesetzentwurf im Wortlaut kann hier kostenfrei als PDF-Datei heruntergeladen werden. Die häufigsten Fragen zum neuen Besteuerungsverfahren werden hier beantwortet.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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TAGS: Steuererklärung Steuern

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