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Neues Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit geplant

Veröffentlicht von: on 18/12/2015 in Compliance, Human Capital Management, Multinational & Globalisierung

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Manuela Schwesig (SPD), Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, plant ein Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern. Ziel ist es, die bestehende Lohnlücke in Höhe von rund 22 Prozent zu schließen.

Kernpunkte sind ein individueller Auskunftsanspruch für Arbeitnehmer sowie die Angabe eines Mindestgehalts in Stellenanzeigen.

In dem Referentenentwurf, über den der „Spiegel“ zuerst berichtete, ist unter anderem ein Auskunftsrecht über die eigene Gehaltseinstufung im Vergleich zu anderen Mitarbeitern vorgesehen. Dabei sollen keine Einzelvergleiche angestellt, aber beispielsweise das mittlere Gehalt von fünf gleichwertig beschäftigten Kollegen erfragt werden können.

Unternehmen sollen Lohnverhältnisse offenlegen

Darüber hinaus sollen Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern künftig Berichte über die Lohnverhältnisse in ihrem Betrieb vorlegen. Darin ist Auskunft über die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern sowie über Maßnahmen zur Behebung von Ungleichgewichten zu geben.

Bessere Verhandlungsbasis für Frauen in Gehaltsgesprächen

Des Weiteren sieht der Entwurf vor, dass in Stellenausschreibungen künftig angegeben werden muss, welchen Lohn das Unternehmen mindestens zu zahlen bereit ist. Wenn ein Arbeitgeber auch mehr zahlen würde, habe er diese Bereitschaft in der Ausschreibung mit anzugeben. Dies solle Frauen dabei helfen, in Gehaltsgesprächen besser zu verhandeln.

Pro und Contra zum geplanten Gesetz

Gegenüber dem „Tagesspiegel“ lehnte Ingo Kramer, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, das Vorhaben ab: „Das geplante Gesetz muss gestoppt werden.“ Es schaffe neue Bürokratie und gehe „meilenweit“ über die im Koalitionsvertrag vereinbarten Regelungen hinaus.

Der Verband Business and Professional Women Germany dagegen unterstützt den Vorstoß und sieht in ihm weder ein „Bürokratiemonster“ noch eine „Neidmaschine“. Präsidentin Henrike von Platen zufolge führe die bisherige Tabuisierung des Gehalts dazu, dass Frauen ihre Gehaltsforderungen zaghafter formulieren würden als Männer: „Gute Arbeitgeber schaffen längst transparente Vergütungsstrukturen und profitieren von einer offenen Unternehmenskultur.“

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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