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Mitarbeiterzufriedenheit: Was kostet Unzufriedenheit?

Veröffentlicht von: on 20/07/2016 in Human Capital Management

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Produktivitätsverluste aufgrund von unzufriedenen Mitarbeitern kostet amerikanische Unternehmen Milliarden von Dollar:  Dreihundert Milliarden, um genau zu sein, so ist es dem Gallup-Healthways (1) Well-Being Index zu entnehmen. Die Studie führt auf, wie die Menschen immer unzufriedener sind mit ihren Jobs, ihren Managern, den Kollegen und dem Arbeitsumfeld. Sie beschreibt auch, dass Mitarbeiterunzufriedenheit zu Fehlzeiten, innerer Kündigung (anwesend, aber geistig abwesend), geringer Produktivität und schlechter Arbeitsqualität führt.

Aber die Produktivität ist nicht der einzige Ort, an dem Arbeitgeber die Unzufriedenheit ihrer Mitarbeiter zu spüren bekommen. Sie sehen es auch am Umsatz. Wenn Sie Mitarbeiter verlieren, verlieren Sie Einnahmen. Die Kosten dafür können sich laut Society for Human Resource Management (SHRM) (2) auf 100 bis 300% des Grundgehalts des kürzlich ausgeschiedenen Mitarbeiters belaufen.

Was sollte Ihr Unternehmen tun?

Ist Ihre Belegschaft glücklich? Ist das wirklich wichtig?

Die Antwort auf beide Fragen lautet definitive ja. Einer 2014 durchgeführten Studie der University of Warwick (3) zur Mitarbeiterzufriedenheit zufolge sind emotional gesunde und unterstützte Mitarbeiter produktiver. Glückliche Mitarbeiter sind 12% produktiver als durchschnittliche Mitarbeiter und unglückliche Mitarbeiter sind 10% weniger produktiv.

Schauen wir einmal ins Playbook (5) der Intuitive Research and Technology Corporation (4) (IRT) . Das Unternehmen wurde das zweite Jahr in Folge von Great Place to Work zum besten mittelständischen Arbeitgeber ernannt.

Das Unternehmen, ein Anbieter von Engineering- und Analytik-Diensten, konzentriert sich auf fünf Bereiche:

  1. Bonusleistungen und Gewinnbeteiligung: das Programm für Bonusleistungen und Gewinnbeteiligung ist deshalb so besonders, weil es so robust ist. Es beinhaltet über das Jahr verteilte erhebliche Sofort-Bonusleistungen sowie einen firmenweiten Bonus um November, der zuerst auf der Leistung des Unternehmens, dann auf der Leistung der Gruppe und zuletzt auf der Leistung des Einzelnen basiert. IRT teilt außerdem im März seine Gewinne mit allen Mitarbeitern und das Bargeld fließt in einen 401k-Rentenfond.
  2. Zertifizierung-Bootcamps: Um die berufliche Weiterentwicklung seiner Mitarbeiter zu fördern, bietet IRT interne „Bootcamps” an, um Mitarbeitern bei der Erlangung bestimmter Zertifikate zu helfen, z.B. Certified Systems Engineer Professional (CESP). Das Unternehmen holt externe Trainer ins Haus, stellt das Material und zahlt (bei Bestehen) für die Prüfung.
  3. CARE Day: Am einmal pro Quartal stattfindenden CARE Day holt IRT einen Arzt, einen Physiotherapeuten, einen Ernährungsspezialisten, einen Vertreter eines Reformkostladens und einen Masseur ins Haus. IRT zahlt für Behandlungen, Tests und Beratungen und Blutanalysen und sonstige Testergebnisse werden an die Privatadresse des Mitarbeiters geschickt.
  4. VIP Leave: Das Veterans Information Program (VIP) Leave ist ein Spezialprogramm, um Veteranen vor und nach ihrem Dienst sowie während des ganzen Jahres durch Lunch ’n‘ Learn-Programme zu veteranen-relevanten Themen zu unterstützen. VIP Leave ermöglicht bis zu drei bezahlte Urlaubstage pro Jahr für VA-Krankenhausbesuche und Beurlaubungen für Ehepartner von aktiven Militärangehörigen auf Heimaturlaub.
  5. Zulage: IRT bietet Vollzeitkräften eine allgemeine Zulage für freiwillige Sozialleistungen. Wird die Zulage nicht für Sozialleistungen verwendet, wird sie als zusätzliches Einkommen verbucht.
Was sollten CHROs tun?

HR kann ein Unternehmen bei seinen Bemühungen um ein glücklicheres Arbeitsumfeld unterstützen, indem bei der Einstellung neuer Mitarbeiter besonders darauf geachtet wird, ob diese zur Unternehmenskultur passen. Ein Bericht von Globoforce (6) über die Stimmung am Arbeitsplatz ergänzt, dass auch darauf zu achten sei, dass sich Mitarbeiter wertgeschätzt fühlen. Dieser Umfrage zufolge sagen 69% der Angestellten, dass sie härter arbeiten, wenn sie ihre Anstrengungen gewürdigt sehen, egal wie klein die Geste.

Kluge CHROs helfen dem Arbeitgeber dabei, für die Bedürfnisse der Mitarbeiter zu sorgen. Eine Studie der Rutgers University (7) hat gezeigt, dass 88% der Angestellten glauben, dass eine gesunde Balance aus Arbeit und Freizeit sowie eine positive Arbeitsatmosphäre nicht nur wichtig sondern ausschlaggebend seien.

Sehr viel davon kostet Sie nichts: Es kann schon reichen, Freundschaften am Arbeitsplatz zu pflegen. Eine Studie von Jobsite UK (8) zeigt, dass 70& der Teilnehmer der Ansicht sind, Freundschaften am Arbeitsplatz wirkten sich positive auf die Produktivität und die Zufriedenheit aus.

Letztlich sollten CHROs Managern und Vorgesetzten helfen zu verstehen, wie wichtig es ist, sich auf die Stärken ihrer Mitarbeiter zu konzentrieren. Dies kann letztlich die Anzahl an glücklichen Mitarbeitern verdoppeln, so eine Untersuchung von Gallup (9).

Fazit

Statistiken können viel über die Mitarbeiterzufriedenheit und deren Auswirkungen auf die Produktivität und die Bilanz aussagen. Darum achten kluge HR-Leiter eher auf ein Arbeitsumfeld, das für allgemeine Zufriedenheit sorgt, nicht nur für Zufriedenheit mit dem Job. Ja, die Implementierung kann Zeit und Geld kosten, aber wenn den Forschungsergebnissen zu glauben ist, zeigen sich unschätzbare Vorteile – für den Mitarbeitererhalt, die Produktivität und den Gewinn.

 

QUELLE:

  1. http://www.well-beingindex.com/
  2. https://www.shrm.org/multimedia/webcasts/Documents/12ruyle_2.pdf
  3. https://www2.warwick.ac.uk/fac/soc/economics/staff/eproto/workingpapers/happinessproductivity.pdf
  4. http://www.irtc-hq.com/
  5. http://reviews.greatplacetowork.com/intuitive-research-and-technology-corporation
  6. http://www.globoforce.com/resources/research-reports/mood-tracker-september-2011-the-impact-of-recognition-on-employee-retention/
  7. https://www.netimpact.org/research-and-publications/talent-report-what-workers-want-in-2012
  8. http://www.jobsite.co.uk/insider/research-job-satisfaction-work-colleagues-10961/
  9. http://www.gallup.com/services/178514/state-american-workplace.aspx

 

Den Original-Blogpost finden Sie hier: http://www.adp.com/spark/articles/employee-happiness-how-much-does-unhappiness-cost-7-252

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TAGS: Mitarbeiterengagement Mitarbeiterzufriedenheit

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