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Kinderbetreuung macht Mütter zufriedener – Väter nicht

Veröffentlicht von: on 17/03/2016 in HR Boulevard

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Betriebliche Hilfe bei der Kinderbetreuung wissen vor allem Mütter zu schätzen. Bei den Vätern dagegen ist kaum ein Unterschied in der Arbeits- oder der allgemeinen Lebenszufriedenheit zu beobachten. Das zeigt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin. Eine mögliche Erklärung ist, dass ihnen andere Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie wichtiger sind.

Johanna Storck vom DIW und Verena Lauber von der Universität Heidelberg untersuchten, wie sich die Zufriedenheit arbeitender Eltern verändert, wenn ihr Arbeitgeber sie bei der Kinderbetreuung unterstützt. Immer mehr Unternehmen bieten diese Hilfe an: So hat sich die Zahl der Betriebskindergärten in Deutschland beispielsweise zwischen 2006 und 2014 von 307 auf 668 mehr als verdoppelt. Die zugrunde liegenden Daten stammen aus dem Sozio-Oekonomischen Panel, für das jährlich rund 30.000 Menschen befragt werden.

Positive Effekte konnten die Wissenschaftlerinnen lediglich bei den Müttern feststellen: Ihre Zufriedenheit mit der Arbeit und dem Leben nimmt bei der Einführung solcher Angebote zu. Das Wohlbefinden von Vätern würde „nicht signifikant beeinflusst“. Dies deute darauf hin, dass Frauen nach wie vor besonders durch die doppelte Rolle im Erwerbs- und Familienleben belastet sind. Die Mehrheit der Väter wünsche sich dagegen, mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen zu können.

So oder so: Arbeitgeber profitieren von Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie, sind sich Storck und Lauber sicher. Sie tragen dazu bei, dass sich die Erwerbsbeteiligung von Müttern erhöht. Durch die größere Zufriedenheit können zudem die Produktivität gesteigert und Fehlzeiten verringert werden. Deutschland habe hier noch großen Nachholbedarf: Während in den G20-Staaten 47 Prozent der Frauen glauben, dass Kinder ihrer Karriere nicht schaden, sind es hierzulande nach Angaben des DIW lediglich 21 Prozent.

Der DIW-Bericht kann hier kostenfrei als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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TAGS: Elternzeit Mutterschutz

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