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Arbeitssicherheit und -gesundheit: Mehr Tote durch Berufskrankheit

Veröffentlicht von: on 07/01/2016 in HR Boulevard

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Die Zahl der Arbeitsunfälle in Deutschland bewegt sich weiterhin auf einem niedrigen Stand. Die Rentenzugänge wegen verminderter Erwerbsfähigkeit sind zurückgegangen. Jedoch starben mehr Menschen an den Folgen einer Berufskrankheit, wie eine aktuelle Analyse zeigt.

Mit knapp 24 Unfällen je tausend in Vollzeit tätige Arbeiter hat sich die Unfallquote im vorletzten Jahr auf dem niedrigsten Stand bisher stabilisiert. Die absolute Zahl der Arbeitsunfälle blieb mit rund 956.000 weiterhin unterhalb der Millionengrenze. Allerdings gab es 33 tödliche Arbeitsunfälle mehr als 2013. Dabei ereigneten sich vor allem mehr Unfälle im Straßenverkehr (Anstieg von 29). Die Zahl der tödlichen Unfälle am Arbeitsplatz im Betrieb und auf dem Weg zur Arbeit ist dagegen weitgehend stabil geblieben.

Asbest verursacht die meisten Todesfälle durch Berufskrankheiten

2014 starben 2.469 Menschen an den Folgen einer Berufskrankheit, 112 mehr als im Jahr zuvor. Trotz des Verbots von Asbest 1993 gehen noch immer fast zwei Drittel dieser Todesfälle auf den Umgang mit asbesthaltigem Material zurück. Das sind Ergebnisse des Berichts „Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit 2014“ (SUGA, früher Unfallverhütungsbericht), den die BAuA kürzlich im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) herausgegeben hat.

Psychische Erkrankungen weiter häufigste Ursache für Frühverrentung

Die Zahl der vorzeitigen Verrentungen aufgrund verminderter Erwerbsfähigkeit ist 2014 gegenüber dem Vorjahr um 3,3 Prozent zurückgegangen. Wurden 2013 noch 175.135 Fälle von Verrentung aufgrund verminderter Erwerbsfähigkeit verzeichnet, waren es 2014 nur noch 169.281 Fälle. Dabei haben die Muskel-Skelett-Erkrankungen mit etwa acht Prozent am stärksten abgenommen. Verrentungen wegen psychischer und Verhaltensstörungen nahmen nur um 2,4 Prozent ab und sind mit 43,1 Prozent weiterhin die mit Abstand häufigste Ursache für eine vorzeitige Verrentung.

Arbeitsunfähigkeit bewirkt Produktionsausfall von 57 Milliarden Euro

Unter hundert Mitgliedern der Gesetzlichen Krankenversicherung gab es 2014 rund 122 Fälle von Arbeitsunfähigkeit. Die Dauer einer Arbeitsunfähigkeit änderte sich mit durchschnittlich zwölf Tagen kaum. BAuA-Experten schätzen die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage in Deutschland für 2014 auf 543 Millionen. Dadurch fielen rund 1,5 Millionen Erwerbsjahre aus, was zu einem Produktionsausfall durch Lohnkosten von 57 Milliarden Euro führte, so der Bericht. Durch Verlust an Arbeitsproduktivität gingen der deutschen Volkswirtschaft damit rund 90 Milliarden Euro an Bruttowertschöpfung verloren

Eine Version des Berichts im PDF-Format steht hier zum Download bereit.

Quelle: personalwirtschaft.de

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TAGS: Arbeitsgesundheit Arbeitssicherheit Arbeitsunfälle Berufskrankheit

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