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3 Managementpraktiken, die schon (fast) von Technologie übernommen wurden

Veröffentlicht von: on 20/07/2016 in Human Capital Management, Innovation & Technologie

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Technologische Fortschritte können sich erheblich auf die Praktiken des durchschnittlichen Managements auswirken. In den letzten Jahren haben die verstärkte Nutzung von mobile Technologien und Verbesserungen der automatisierten Systeme viele Branchen signifikant verändert. CHROs haben einen Wechsel von einem Arbeitsumfeld aus Papier und Stein hin zu den heutigen Unternehmen beobachtet, die viel digitaler, beweglicher und globaler sind als ihre Vorgänger.

Untersuchungen von McKinsey (1) zeigen, dass wenige Berufe oder Branchen an die Automatisierung verlorengehen werden. Stattdessen glauben die Analysten von McKinsey, dass künstliche Intelligenz, Sensoren und Algorithmen „Aktivitäten“ verändern werden. Darüber hinaus haben der ADP-Studie The Evolution of Work: The Changing Nature of the Global Workforce (2) zufolge 48% der modernen Angestellten eine positive Einstellung zur Übernahem repetitiver Arbeit durch „Automatisierung, intelligente Maschinen und [künstliche Intelligenz]“.

Wie sich Technologie auf Managementpraktiken auswirkt

Die modernsten Innovationen bemühen sich darum, menschliche Dienstleistungen durch das zu ersetzen, was Peter Reinhart (CEO von Segment) „Software-Schicht“ bezeichnet. Diese Technologien können traditionell dem „mittleren Management” vorbehaltene Aufgaben wahrnehmen wie etwa die Verteilung von Aufgaben. Viele CHROs profitieren bereits von ähnlichen Softwareschichten wie Verbraucher, z.B. den Apps von Uber und Lyft.

Algorithmen und Software werden nicht die gesamte Führung ersetzen, aber sie haben das Potenzial, in den nächsten zehn Jahren die Positionsbeschreibungen zu verändern. Wenn die Automatisierung die traditionell dem Management vorbehaltenen Aufgaben übernimmt, verändert sich damit einhergehend auch die Arbeit der Abteilungsleiter. CHROs sollte bewusst sein, wie sich diese bevorstehenden Veränderungen auf ihre Belegschaft auswirken.

Hier sind drei verbreitete Managementaufgaben, die sich zukünftig ändern könnten:

  1. Datenbasierte Entscheidungen

Eine der traditionellen Aufgaben der Abteilungsleiter und des sonstigen Managements ist die Messung der menschlichen Leistung. Die ist jedoch ein inhärent datenbasierter Faktor und die Verwendung von Algorithmen bei der Einstellung, der Beförderung und der Produktivitätsmessung macht bereits einen wichtigen Teil der Management- und HR-Technologie aus. The Economist (3) berichtet z.B., dass Google für Bewerbungsgespräche und Gehaltsverhandlungen bereits einen „Algorithmus zur Gruppenanalyse menschlicher Leistung verwende.

Sehr wenige Manager verfügen über die nötigen Datenanalysefähigkeiten, um die Arbeit einer gut aufgebauten Anwendung für Managemententscheidungen reproduzieren zu können. Tatsächlich könnte man sagen, dass die Verwendung von Algorithmen für datenbasierte Entscheidungen eine wichtige Objektivität in die Leistungsbeurteilung und andere Managementaufgaben bringen kann.

Technologie kann zwar datenbasierte Entscheidungen des Managements unnötig Machen, aber dies würde nicht einen Eingriff des Managements in den Entscheidungsprozess nicht weniger bedeutend werden lassen. Letztlich stellen die Daten nur einen Faktor dar, wenn es Entscheidungen über Personal, Kunden oder Prozesse zu treffen gilt. Die Abteilungsleiter werden dafür verantwortlich sein, das Ergebnis der Algorithmen so zu filtern, dass die vorgeschlagenen Entscheidungen auch solide sind. Vor allem aber ist das Management für ein vorurteilsfreies Feedback zu den Daten und Anwendungen verantwortlich um sicherzugehen, dass die Algorithmen die kulturellen Werte und Prioritäten des Unternehmens widerspiegeln.

  1. Projektdesign und Aufgabenverteilung

Eine wichtige Aufgabe der Abteilungsleiter und Teamleiter ist die Projektkonzeptualisierung. Das Management ist dafür verantwortlich, den Projektumfang zu dokumentieren und das Projekt in einzelne Aufgaben und Metriken aufzuschlüsseln, die unter den Teammitgliedern aufgeteilt werden. Bestehende Technologien reproduzieren diesen Prozess bereits im Kleinen. Die Harvard Business Review (4) (HBR) veröffentlichte vor kurzem eine Fallstudie zu einer „Prototyp-Software” namens iCEO, die erfolgreich die Projektgestaltung und die Aufgabenverteilung für einen „124-seitigen Forschungsbericht” automatisiert hat.

Trotz ihrer bemerkenswerten Fähigkeiten ist eine Software wie iCEO immer nur so intelligent wie der Prozess, den sie reproduzieren soll. Das Management ist vielleicht nicht für die Aufgabenverteilung zuständig, aber es spielt noch eine entscheidende Rolle bei der Eingabe von Projektanforderungen und dem Vorschlag von Projektverbesserungen zur Effizienzsteigerung.

  1. Strategieentwicklung

Viele Unternehmen haben bereits Technologien zur automatischen Berichtserstellung eingeführt. Die Funktion des Datenforschers, einst von HBR (5) als sexieste Position des 21. Jahrhunderts bezeichnet, stellt zusammen mit dem Management eine mächtige Verbindung dar. Wenn Abteilungsleiter und Führungskräfte talentierten Big-Data-Analysten Theorien erläutern, kann daraus ein enormer Wettbewerbsvorteil entstehen.

Die Datenanalyseinstrumente werden immer raffinierter, sodass ein Input des Managements immer weniger notwendig sein wird. Algorithmen und Anwendungen werden anhand von benutzergenerierten Inhalten der sozialen Medien, mobilen Endgeräten und Sensoren immer besser eigene Vorschläge zur Produktentwicklung und zu anderen strategische Maßnahmen machen.

Die Rolle des Managements bei der Beeinflussung der Analyse von Big Data wird sich erheblich ändern aber nicht völlig verschwinden. Stattdessen wird das Management dafür verantwortlich sein, eng mit Anwendungen zur Strategieentwickelung zusammenzuarbeiten und dabei durch ihr Wissen gefiltertes Feedback und Training zu bieten.

Große Unternehmen werden aufgrund der erwarteten Kosteneinsparungen und der möglichen Objektivierung von Geschäftsprozess von der Aufgabenautomatisierung profitieren. Die Rolle des mittleren Managements wird sich in den nächsten Jahren voraussichtlich ändern, aber es wird wohl nicht verschwinden.

So oder so müssen sich CHROs entsprechend auf diese kommende Revolution vorbereiten.

Laden Sie den Bericht herunter, um mehr über die veränderte Rolle des Managements zu erfahren: Die Entwicklung der Arbeitswelt: The Changing Nature of the Global Workplace (6).

 

QUELLEN:

  1. http://www.mckinsey.com/business-functions/business-technology/our-insights/four-fundamentals-of-workplace-automation
  2. https://indd.adobe.com/view/5b54e57c-d9f9-44f6-aff0-fcbcadbb59c8
  3. http://www.economist.com/news/business/21615586-three-issues-should-preoccupy-managers-next-50-years-over-horizon
  4. https://hbr.org/2015/04/heres-how-managers-can-be-replaced-by-software
  5. https://hbr.org/2012/10/data-scientist-the-sexiest-job-of-the-21st-century/
  6. http://www.adp.com/tools-and-resources/adp-research-institute/research-and-trends/research-item-detail.aspx?id=DF55E8A7-906A-4E81-A941-E886886BC9B2

 

Den Original-Blogpost finden Sie hier: http://www.adp.com/spark/articles/3-management-practices-technology-has-(almost)-taken-over-9-362

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TAGS: Big data Digitalisierung Technologie

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